Presseobmann Ulrich Bischoff schreibt dazu:
Der sonore Klang aus 16 Parforce-Hörnern füllte am Sonntag das Schiff der Michaelskirche. Die evangelische Kirchengemeinde hatte zusammen mit dem Bläserkorps der Kreisjägervereinigung zu einer ökumenisch gestalteten Hubertusmesse eingeladen. Mit Herbstlaub festlich geschmückt waren Chor und Empore und erstmals wohl in der Geschichte des Gotteshauses waren unter den Besuchern auch Tiere. Alter Tradition folgend hatten die Jäger Falke und Hund zur Messe mitgebracht. Den Einzug der Geistlichen und der Bläser begleiteten Hornsignale, ehe die Interpreten zum Auftakt der Messe die Instrumente zur Begrüßung ansetzten. Pfarrer Dr. Dietmar Horst hielt die Lesung und sein evangelischer Kollege Dieter Lohrmann die Predigt. In seinem Eingangswort erinnerte Kreisjägermeister Jürgen Bohnert an die Tradition der Hubertusmessen, zu denen die Kirchen im Kreisgebiet 1983 erstmals eingeladen hätten. Mit Kyrie und dem festlich verehrenden Gloria leitete Axel Schuh, der musikalische Leiter des Ensembles, den Gottesdienst ein. Pfarrer Dieter Lohrmann, der aus Bad-Liebenzell auf die Ostalb gekommen war, erinnerte an die Bekehrungsgeschichte des Hubertus , der sich vom zügellosen Jäger zum bekennenden Christen wandelte und seitdem in der Jägerschaft als Leitfigur verehrt werde. Für Lohrmann gehören Kreuz und Kreatur zusammen. Im Tier begegne der Mensch dem Schöpfergott und trage im Dienst an der Natur eine besondere Verantwortung. Der Geistliche warnte jedoch davor, Wild und Wald in einem verklärten Bild zu sehen. Wohlklingend gelang dem Korps das Sanktus und am Ende der vertraute Jägermarsch. Das Opfer der Messe geht zu gleichen Teilen an die beiden Kindergärten. Auf Wunsch der Jäger sollen sie sich damit ihre Waldtage versüßen. 450 Gottesdienstbesucher hatten geopfert.


