50 Jahre Bläsergruppe der KJV Heidenheim

vom 19.Juli 2014 im Lokschuppen

Erstellt am

Feierlich, mit buntem Program, Ehrengästen, Gastgruppen und gutem Essen begingen die Bläser das JUbiläum - 50 Jahre Bläsergruppe der KJV Heidenheim.

Ulrich Bischoff schreibt dazu:

Heidenheim 50 Jahre jagdliche Blasmusik: Die Kreisjägervereinigung hatte sie über manche klippenreiche Jahre hinweg gepflegt und feierte das Ereignis am Samstag im Lokschuppen mit einer Festtafel und einem großen Konzert. Neben dem Heidenheimer Bläsercorps waren die Forstliche Bläsergruppe Ostalb , das BläserCorps Hegering Ellwangen und die Bläsergruppe der Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd als Gratulanten erschienen, feierten die Jagd und das klingende Blech und verliehen dem Fest mit ihren Beiträgen Charme und Glanz. Die Ulmer Jagdhornbläser hatten zu ihrem Bedauern kurzfristig absagen müssen. Ursprünglich waren es Hornsignale, mit denen sich die Jäger im praktischen Jagdbetrieb untereinander verständigten. In ihrer langen Tradition haben sich diese einfachen Signale zur klassischen Jagdmusik ausgeweitet, wobei es nach wie vor ein heiliges Gesetz ist, nur das schwierig zu blasende Naturhorn zu verwenden und sich mit dessen geringerem Tonumfang zu begnügen Ohne technische Hilfen und nur durch Mundstellung und Druck schlackenreine Töne zu erzeugen, darin liegt der Reiz und die Kunst des Jagdhornblasens. Darauf hatten die Gäste in ihren Reden u.a. hingewiesen: Tobias Feldmeyer von der Stadtverwaltung ebenso, wie Erster Landesbeamter Peter Polta. Der Bläserobmann des Landesjagdverbandes, Walter M. Löw schrieb den Jägern darüber hinaus die Ermahnung ins Taufbuch, dass der Hörnerklang auch weiterhin jede Jagd begleiten sollte. Zuvor hatte Kreisjägermeister Jürgen Bohnert die einstigen Gründungsväter Hans Willi (Heidenheim) und Helmut Kölle (Steinheim) gewürdigt Auch Rainer Grundler (Hermaringen) , einer der 7 früheren musikalischen Leiter, saß am Tisch der Ehrengäste. „Im Gwandl“ und „Waldmärchen“ waren zwei der Vortragsstücke die die Heidenheimer Gruppe mit 15 Parforcehörnern an den Lippen zum Auftakt zum Besten gaben. Geleitet wird die Gruppe seit ein paar Monaten von Axel Schuh (Dettingen). Wildschweinbraten hatte das Heidenheimer Bläsercorps neben geschmackvoll gewählten Dekoration für die Gäste auf der Karte. Zuvor jedoch hatte Kim Prinz, die bereits als Siebenjährige ihre ersten Signale blies, die bewegte Chronik der Heidenheimer Bläser präsentiert und dabei auch die beiden Zerwürfnisse erwähnt, die die Gruppe geteilt und geschwächt hatte. Kim , heute eine junge Dame, führte für die folgenden Stunden durchs Programm. Die Forstliche Bläsergruppe Ostalb spielt längst in der „Königsklasse“. Unter ihrem Leiter Christof Bosch (Gerstetten) pflegen die Förster mit ihren Parforcehörnern in Es eine Klangkultur, die am Freitag ungeteilte Bewunderung hervorrief. Nicht nur der „Jagdmorgen“ und die „Schwarzwälder Jagdhornklänge“ fanden lang anhaltenden Beifall. Dischingens Försterin Beatrix Diedering bließ dabei zusammen mit Richard Haller (Bartholomä) ein so seidenweiches Solo, dass es im Publikum andächtig still wurde. Mit 12 Jagdmusikanten besetzte das BläserCorps Hegering Ellwangen die Bühne und präsentierte den jedem Jäger vertrauten „Hubertusmarsch“, erinnerte mit „Le Clocher“ an die französischen Wurzeln der Jagdmusik und beschloß seinen Auftritt mit „La Tivoli“ und dem andachtsvoll umgesetzten „Gebet der Jäger“. Homogene Klangfülle ist das Markenzeichen der Ellwanger Freunde. Nicht weniger aber auch der der 18 Hornisten der Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd die , bedingt auch durch ihre Auftritte bei der Landesgartenschau, routinierte Jagdmusikanten sind. Mit den kleineren Fürst-Pless-Hörern in der Besetzung , bereicherten sie die Naturtonreihe nach oben und beeindruckten ohne Dirigent und ohne Noten vor allem mit dem „Steirischen Jagdschützenmarsch“ , dem „Alpenjägermarsch“ und dem Marsch der Tiroler Jäger. Der Kür folgte zum Abschluß die Pflicht: Der gemeinsame Auftritt aller Interpreten und mit ihm der „Hubertusmarsch“ aus 55 Tontrichern. Fritz Prinz, der Vorsitzende des Heidenheimer Bläsercorps, war beeindruckt und fand bewegende Dankesworte. Ulrich Bischoff.