Bericht von Prüfungsleiter Gerhard Neuburger, Ochsenberg:
Zum Leistungsnachweis auf dieser traditionellen VSwP waren wieder sieben Hundeführer*innen aus Bayern und BW angereist ins Staatswaldrevier Ochsenberg, davon zwei aus dem Bereich der KJV Heidenheim. Das Revier wurde für die Prüfung in großzügiger Weise von ForstBW überlassen. Den Vertretern beim Betriebsteil Östliche Alb dafür einen herzlichen Waidmannsdank.
Die im Revier vorzufindende Vielfalt unterschiedlicher Bedingungen in den Waldbeständen fordert von den Gespannen Können und gründliche Einarbeitung.
Die Fährten wurden mit Rehwildschweiß gespritzt und führten durch Eichen-, Fichten- und Buchen- (Misch)bestände, zumeist mit Unterwuchs und/oder Verjüngung.
Vom Legen der Fährten bis zum Arbeiten fielen knapp zwei Liter Niederschlag in Form von Starkregen, so dass fast kein Schweiß auf den Fährten verwiesen werden konnte.
Von morgens 7°C stiegen die Temperaturen bis um die 13°C zum Nachmittag, bei anfangs locker bewölktem Himmel, zunehmender Bewölkung zur Tagesmitte, leichter Luftbewegung aus wechselnden Richtungen.
Geprüft wurde in 2 Revierteilen,
Ochsenberg 1: Gerhard Neuburger RO, Bericht, Günter Büchele, Eberhard Luick
Ochsenberg 2: Bernd Wengert RO, Bericht, Kai Bubeck, Andreas Gneithing,
Ottmar Jochum RA
Gemeldet, erschienen und geprüft: 7 Hunde, 2 RT, 5 DW, von denen die beiden Teckel und zwei Deutsche Wachtelhunde die Prüfung bestehen konnten.
Das Prüfungsergebnis bewegt sich im Rahmen des Üblichen, noch nie konnten alle angetretenen Prüflinge die Anforderungen meistern.
Die Corona-Pandemie bestimmte wesentlich Organisation und Ablauf der Prüfung.
Durch die Abstandsregelungen blieb das sonst übliche gesellige Zusammensein (auch das hat hier Tradition) weitgehend auf der Strecke, wenngleich bei den Hundeführern die Hoffnung auf ein gutes Abschneiden und das Bedauern bei Misserfolg ein Gefühl der Verbundenheit aufkommen ließ.
Die Reihenfolge der Prämierung:
RT Kitty aus Erdinger Rauhhaar 19T0750R SW I
DW Hasko v. d. Buchklinge 18-526 SW II
RT Jenny II aus Erdinger Rauhhaar 18T2045R SW II
DW Yagow vom Rittergut 18-417 SW II
Den Tagessieg erarbeitete sich Frau Lydia Schacke mit ihrer RT-Hündin „Kitty aus Erdinger Rauhhaar“ mit einem SW I.
Die von ihr geloste Fährte war mit Schwierigkeiten gespickt: eine lange Passage über Schwarzwildgebräch, einige Verleitungen durch Rehwild. Mit Geduld, Ausdauer und Finderwillen meisterte das Gespann diese Situation.
In beeindruckender Weise zeigte Frau Schacke „wie Schweißarbeit geht“.
Chapeau, Waidmannsheil!

