Hundeführerlehrgang 2018 - Zweiter Tag

am Donnerstag, 19. April an der Baurenhäuleshütte

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"Schweißarbeit ist Fleißarbeit!" so Hundeobmann Martin Schietinger am Donnerstag beim Hundekurs, als er die Utenslien präsentierte, die gebraucht werden um eine Übungsschweißfährte zu legen. Schweißleine und Halsung, Stecken mit Bändeln um den Anschuss, oder die Fährte zu markieren, dafür eventuell auch Kreide, Fläschchen oder Schwamm für den Schweiß - am besten alles in einem Rucksack.

 

Beim Schweiß heißt es für Hund und Herr, immer wieder üben, üben, üben! Äußerst wichtig ist dabei vor allem der Gehorsam, denn die gute Nase bringen unsere Hunde von Haus aus mit. Sie müssen aber lernen sicher auf einer Schweißfährte zu laufen, Verleitungen zu ignorieren und Wundbetten anzuzeigen.

 

Nur ein Viertelliter, ganze 250 ml Schweiß,  müssen an der Prüfung ausreichen, um eine 400 Meter lange Schweißfährte zu legen - je nachdem getupft oder gespritzt.

Soweit das Theoretische.

 

In der Praxis zeigte dann Fritz Hoffmann mit seinem HS Rüden "Leo" wie`s geht. Das Anlegen der Halsung, das Untersuchen des Anschusses - alles in äußerster Ruhe - und dann das saubere Laufen auf der Fährte bis zum "Stück" - einem Fetzen Rehdecke, die von "Leo" gehörig verbellt wurde.

 

Vor der Einweisung in die Schweißarbeit war am Donnerstagabend wieder der Gehorsam angesagt.  Sitz, Platz, Leinenführigkeit und auch das Abliegen, bei dem der Führer sich entfernen musste.

 Ausbilderin Anna Badmann begutachtete und korrigierte gegebenenfalls Führer und Hunde auf der Wiese bei der Hütte.  Der "Schussknall",  imitiert durch das Zusammenschlagen von Brettern,  brachte danach aber doch so manchen Hund, der abglegt war,  wieder auf die Beine.  Also heißt es weiter üben.

 

Wecher Hund apportieren soll, ist jedem Führer absolut selbst überlassen. Martin Schietinger setzt auf Apportieren ohne Zwang, weil er mit Zwang dabei nur schlechte Erfahrung gemacht hat.

 

Zum Anfang wird dem Hund die flache Hand mit der Fläche nach unten, dem Daumen nach innen ins Maul gelegt, damit die Zunge noch Bewegungsfreiheit hat. Wenn er das duldet - loben.

Der Hand folgt später das Apportel; bei jedem Halten wird ausgiebig gelobt, auch Leckerlis darf es geben.

Geduld ist in jedem Falle angesagt. Später kommt dann das Bringen hinzu.