"Bereits beim nächsten Übungstag werden wir mit den Apportierhunden mit Schleppwild arbeiten. Schleppen sollte man immer mit der Feldleine arbeiten, damit sich keine Fehler einschleichen , Winkel überschossen werden. Bei den Schleppen gilt außerdem: soviel wie nötig, sowenig wie möglich."
Voraussetzung für die Schleppenarbeit ist, dass der Hund zuverlässig vom Boden aufnimmt.
"Bei wem das noch nicht klappt, der sollte im Hinblick auf die Prüfung auf die Übernachtfährte umsteigen!" so Hundeobmann Kai Bubeck
Was zu Hause im Gehorsam schon ganz gut klappt, das kann in einer Stresssituation ganz anders aussehen. Zum Beispiel, wenn der Hund zwischen engen Reihen von Mensch und Artgenossen die Kommandos befolgen muss.
Ausbilder Wolle Schlierer: " Nur ein kurzes, deutliches Kommando, das befolgt werden muss! Wir diskutieren nicht mit unseren Hunden!! Erst wenn er unter wirklich allen Umständen sofort tut, was ihm geheißen, kann man sagen, der Hund ist erzogen!"
Sicher ist dem einen oder anderen dabei klar geworden, dass beim Üben manchmal die nötige Konsequenz beim Befolgen eines Befehls gefehlt hat.
Hut ab deshalb vor dem Führer, der an diesem Tag zusammen mit seinem Hund die Ente aus dem Wasser geholt hat, nachdem der, nach dem Schuss, mehrmals verweigert hatte.
Das ist letztendlich Konsequenz, die Herr und Hund wahrscheinlich nicht vergessen werden.
Bei allem intensiven Üben sollte man jedoch darauf achten, den Hund nicht zu überfordern. Lieber mehrere kurze Übungseinheiten, als zu lange, bei denen Konzentration und Lust verloren gehen können.
"Einfach auch mal auflockern und Spaß reinbringen", gab Kai Bubeck den Kursteilnehmern mit auf den Weg. Wobei man jedoch bei einem einmal gegebenen Befehl auch darauf bestehen muss.
"Erziehung heißt, dem Hund die Grenzen zu zeigen innerhalb derer sich sein Platz im Rudel befindet. Und man baut dabei eine Beziehung zu ihm auf der Grundlage von gegenseitiger Achtung und Vertrauen auf!"
so Eric H.W.Aldington

