"Nur noch zwei Wochen bis zur Prüfung! Ab jetzt sollte jeder Führer dringend mit seinem Hund täglich arbeiten! Und dazu zwei Schweißfährten in der Woche!!" ermahnte Kai Bubeck die Kursteilnehmer am Donnerstag.
Im strömenden Regen wurde an diesem Abend fast ausschließlich am Feld gearbeitet. Und zwar so, wie es auch an der Prüfung aussehen soll. Schleppen, aber nicht mehr an der langen Leine sondern frei. Das allgemeine Resultat war bei diesem Fach recht gut, alle Hunde haben gebracht. Bei der Prüfung darf der Führer die ersten 20 m der Schleppe an einer Leine arbeiten, dann muß er den Hund ablaufen lassen und stehen bleiben.
Zum letzten mal gab es im nahen Wald ein Standtreiben. Wolfgang Schlierer ging noch einmal eindringlich auf das Verhalten des Schützen ein, um zu verhindern, dass bei der Prüfung durch Gedankenlosigkeit Fehler gemacht werden. Volle Konzentration von Hund und Führer sind dabei gefordert
Zum Schluss erläuterte der Hundeobmann an der Hütte noch einmal Einzelheiten der Prüfung und beantwortete dazu anstehende Fragen.
So gibt es am Prüfungstag bei keinem Hund eine Koralle! Bei der Schweißarbeit ist eine Halsung mit Wirbel angesagt und der Schweißriemen muß mindestens 6 m lang sein. Ist ein Prüfungsfach beendet, kommt der Hund ins Auto. Der Hintergrund: Die Nervosität des Führers soll sich nicht auf den Hund übertragen.
Der Befehl "Apport" wird am Wasser nur ein einziges mal gegeben. Der Führer darf aber seinen Hund durch Zuruf, Wink oder Steinwurf unterstützen. Der Hund muß innerhalb eine Minute nach dem Ansetzen das Wasser annehmen. Zur Überprüfung der Schußfestigkeit wird, während der Hund auf die Ente zuschwimmt, ein Schrotschuss abgegeben.
Beim Prüfungsfach Gehosam muß der Hundeführer den Hund auf Weisung der Richter schnallen und ihn mindestens 30 m schicken können. Ein dabei abgegebener Schrotschuß überprüft auch da die Schußfestigkeit.
Einige unserer Hunde lösen sich nur schwer vom Führer. Auch das sollte in den verbleibenden 14 Tagen fleißig geübt werden.
Inzwischen weiß eigentlich jeder Kursteilnehmer, in welchem Fach es noch Schwachstellen gibt und kann entsprechend mit seinem Hund daran arbeiten.
14 Tage vergehen schneller als man denkt.

