Offiziell besteht der Hundeführerlehrgang der KJV aus 10 Übungstagen. Zeigt es sich aber, dass es notwendig ist noch mehr zu üben, setzt Hundeobmann Kai Bubeck noch weitere Arbeitstage an. Meistens an den Wochenenden. Man kommt dadurch locker auf die doppelte Anzahl von Übungstagen. Dass diese zusätzliche Arbeit nicht selbstverständlich ist, sollte jedem bewußt sein.
So wurde auch am Samstag, 13.Juni auf dem Feld das Bringen auf der Schleppe geübt, meist an der langen Leine. Anschließend an der Baurenhäuleshütte das Apportieren aus dem Wasser, ohne Schießen, und die Freiverlorensuche.
Bei fast allen Hunden war die Schleppenarbeit nicht schlecht, auch wenn das in der Prüfungsordnung geforderte "williges, schnelles und selbstständiges Finden und Aufnehmen und freudiges Bringen des Stückes ohne weitere Beeinflussung durch den Führer...." zu wünschen übrig ließ.
Bei der Freiverlorensuche wird das "Federwild im Gelände mit Deckung mindestens 30 Meter vom Hund entfernt ausgelegt, wobei der Hund weder das Auslegen noch das Stück eräugen darf.." Die geforderte Deckung ist dabei oft das hohe Gras, in das manche Hunde nicht ohne weiteres gehen mögen. Genau dafür gabs für alle sowohl am Donnerstag, als auch am Samstag mehrere Übungseinheiten.
Insgesamt zeigten am Donnerstag Abend alle Hunde eine recht gute Leistung bei der Unterordnung. Sie ließen sich nicht durch die provozierend geführte Reizangel von Wolfgang Schlierer verführen. Auch die von Petra Walkmann bei den einzelnen Hunden überprüfte Leinenführigkeit im Stangenholz war zufriedenstellend.
Das Apportieren aus dem Wasser mit Schießen war ,bis auf Ausnahmen, gut. Allerdings zeigte sich dabei auch, dass zu großer Druck auf den Hund manchmal nicht von Vorteil ist.
Es ist immer schwierig bei der Hundeausbildung, das richtige Maß von Liebe und Strenge, von Druck und Lob zu finden. Und vor allem auch den richtigen Zeitpunkt für beides.

