Vetrerinäramt - Information zur aktuellen Seuchenlage

Afrikanische Schweinepest, Maul-und-Klauen-Seuche, Geflügelpest

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Der Bereich Tiergesundheit ist zurzeit aus tierärztlicher Sicht besorgniserregend, wir haben es aktuell nicht nur mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP), sondern auch mit der Maul-und-Klauen-Seuche (MKS) und Geflügelpestausbrüchen bundesweit zu tun.
Die ASP-Lage in Brandenburg beruhigt sich die Lage ein wenig, es kommen weniger neue Fälle beim Wildschwein hinzu. In Sachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz kehrt allerdings keine Ruhe ein. Bisher ist es in Baden-Württemberg bei einem positiven Fall bei Wildschweinen geblieben, die Zäunungsmaßnahmen scheinen die gewünschte Wirkung zu haben. Aber die Restriktionszonen und Beschränkungen bei der Jagdausübung dort werden, auch wenn es keine weiteren Fälle geben sollte, noch mehrere Monate in Kraft bleiben. Für alle Betroffenen, auch das Schwarzwild, ist die frühzeitige Entdeckung und dadurch möglichst kleinräumige Verbreitung für eine aussichtsreiche Seuchenbekämpfung ausschlaggebend. Daher bittet das Veterinäramt darum, nicht nur die
vorgeschriebenen Falltiere und krank erlegte Stücke, sondern auchalle vermeidlich gesunden Sauen zu beproben. Für eine schnellere Reaktion im positiven Fall sind dabei vollständige Angaben auf dem Untersuchungsantrag, dazu gehören die Adress-/Kontaktdaten des Erlegers.
www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/
MKS eine hochansteckende, akut verlaufende fieberhafte Viruserkrankung ist nach vielen Jahren erstmalig wieder in Deutschland aufgetreten. Der Ausbruch ist bisher auf eine kleine Wasserbüffelherde in Brandenburg begrenzt. Es konnten keine weiteren Infektionen bei empfänglichen Haus- und Wildtieren festgestellt werden. Die MKS stellt eine Bedrohung für alle Klauenträger (Reh-, Dam- und Rotwild, Wildschweine) dar. Der Erreger ist sehr leicht übertragbar und ist in der Außenwelt auch sehr widerstandsfähig, führt aber nur selten zu einer Erkrankung beim Menschen. Symptome: die Tiere bekommen Fieber, zeigen Verhaltensänderungen. Sie entwickelnsogenannte Aphten (Läsionen der Schleimhäute) insbesondere an der Maul- und Nasenschleimhaut, der Zunge und im Bereich der Klauen und dem Euter/Gesäuge. Das Aufstehen und Laufen ist hochgradig schmerzhaft. Im schlimmsten Fall „schuhen“ die erkrankten Tiere aus, sie verlieren das Klauenhorn. Solche Tiere gehenverständlicherweise hochgradig lahm. Zusätzlich werden die kranken Tiere durch das Einstellen der Futteraufnahme geschwächt. Sollten Jäger derartige Krankheitserscheinungen feststellen, bitte die amtlichen Tierärzte oder das Veterinäramt informieren um eine Beurteilung/Untersuchung zu ermöglichen. Ein Ausbruch dieser Tierseuche ist nicht nur mit erheblichem Tierleid, sondern auch mit drastischen wirtschaftlichen Einbußen für Tierhalter verbunden. Die MKS ist eine der wirtschaftlich folgenreichsten Tierseuchen. In der Europäischen Union gelten für Länder mit MKS-Ausbrüchen strikte Handelsrestriktionen.
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Auch das Thema Geflügelpest bleibt aktuell. Seit Oktober 2024 wurden in Deutschland 116
Ausbrüche bei Wildvögeln festgestellt. In Baden-Württemberg wurde das H5N1-Virus bei Wildenten, einem Weißstroch und Möwen nachgewiesen. In anderen Bundesländern waren auch Graugänse,Silberreiher und Greifvögel betroffen. Das Risiko des Eintrags, der Aus- und Weiterverbreitung von HPAI H5-Viren in Wasservogelpopulationen innerhalb Deutschlands wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Geflügelpest ebenfalls auf den Menschen übertragbar. Finden Sie tote oder schwerkranke Vögel gilt, es besteht die gesetzliche Verpflichtung zur Abklärung von Fallwildfunden bei Seuchenverdacht durch den Jagdausübungsberechtigten. Unter der Telefonnummer 07321-3212601 ist das Veterinäramt erreichbar.