Presseobmann Uli Bischoff berichtet:
Heidenheim Den Hubertusmarsch und andere sonor klingende Hornsignale sandte das Bläserkorps der Kreisjägervereinigung am Sonntag von der Nattheimer Steige aus ins Tal. Das Podium für die Musikanten war das Jägerhäusle, das neue Domizil derJäger, das als Zentrum für den Heidenheimer Jägertag am Sonntag so viele Jäger und Gäste ins Grüne lockte, dass Kreisjägermeister Jürgen Bohnert von der inzwischen erfolgreichsten Veranstaltung dieser Art sprechen konnte. Man drängelte sich auf der Terrasse und am Tresen und manches hübsche Dirndl hatte am Sonntag Ausgang. Die Sonne vergoldete den Tag und auch das Programm ließ kaum noch Wünsche offen.
Wer sich mit jagdlichen Utensilien eindecken wollte, war bei Rainer Junginger an der richtigen Adresse. Als sachkundiger Marktmeister hatte er in seinen Auslagen nicht nur einschlägige Literatur im Angebot, auch Gehörne, Abwurfstangen kapitaler Rothirsche , Wildschweinfelle und eine Unzahl weidgerecht montierter Rehgehörne gab es bei ihm für Bares.
Alexandra Osthold, die Obfrau für die jagdliche Jugend buk mit den kleinen Nimroden indessen Stockbrot und lehrte sie das Malen mit selbst hergestellter Holzkohle.
Wo sich Jäger treffen, schnüffeln zumeist auch Hunde an Hosenbeinen und Autoreifen herum. Im praktischen Jagdbetrieb sind ihre Nasen unverzichtbar. Forstdirektor i.R. Jörg Mente hatte zu Demonstrationszwecken seinen Labrador-Rüden mitgebracht und ließ ihn allein durch Handzeichen arbeiten. Wolfgang Schlierer hatte „Aspe“ an der Leine. Auch sein Jagdkamerad blieb spurtreu und erntete Applaus.
Der Feldhase sei deshalb so selten geworden, weil er in der Feldflur keine Heilkräuter mehr finde. Lampe könne sich nicht mehr selbst kurieren, meinen manche Wildbiologen. Hätte er sich der Kräuterwanderung von Revierförster i. R. Hans-Jörg Jakob angeschlossen, wäre es ihm besser ergangen. Der frühere Megelstetter Förster hätte die Hasen beraten können. Dost und Ziehst, die Gänsedistel , Salbei und Kamille auch der Thymian waren nach der Jakob’schen Kräuterwanderung für die 20 Teilnehmer nichts Fremdes mehr. Manchem Wehwechen hätten sie abgeholfen. (bi).

