Jägerabend zum Thema Kitzrettung

vom Donnerstag, 17. April 2025

Hofschenke Zum Schwarzen Beck Dettingen

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Am 17. April 2025 fand in der Hofschenke Zum Schwarzen Beck in Dettingen eine
Informationsveranstaltung zum Thema Rehkitzrettung statt. Eingeladen hatte der Hegering
Alb der KJV Heidenheim. Insgesamt nahmen rund 40 Jäger und Landwirte an diesem
Abend teil, was das große Interesse und die Bedeutung des Themas unterstreicht.
Die Veranstaltung richtete sich an Jagdausübungsberechtigte, Jagderlaubnisinhaber,
Landwirte sowie allgemein Interessierte an der Rehkitzrettung. Ziel war es, über die
Notwendigkeit und die verschiedenen Methoden zur Rettung von Rehkitzen vor der Mahd zu
informieren und den Austausch zwischen Jägerschaft und Landwirtschaft zu fördern.
Marc Baier eröffnete den Abend mit einer herzlichen Begrüßung der Teilnehmenden und
betonte die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für den Wildtierschutz. Im
Anschluss übernahm Christian Schilk die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung und
führte die Gäste fundiert durch die verschiedenen Themenschwerpunkte. Es wurde nicht nur
technisches Wissen, sondern auch wertvolle praktische Erfahrungen aus dem
Einsatzalltag vermittelt. Beide, Christian Schilk und Marc Baier, sind erfahrene
Drohnenpiloten und aktive Kitzretter.
Der Abend gliederte sich in mehrere inhaltliche Schwerpunkte:
• Warum Rehkitzrettung notwendig ist – Gefahren durch die Mahd und
Schutzbedürftigkeit der Kitze
• Rechtlicher Rahmen – Pflichten und Verantwortung von Jägern und Landwirten
• Möglichkeiten der Beteiligung – Wie jeder zur Kitzrettung beitragen kann
• Methoden der Rehkitzrettung – Von Vergrämung über Sicherung bis hin zum
Bergen
• Einsatz von Wärmebilddrohnen – Technische Grundlagen, Erfolgsfaktoren, Ablauf
und Grenzen der Drohnentechnologie
• Kooperation zwischen Jägern und Landwirten – Planung, Kommunikation und
gegenseitige Unterstützung als zentrale Erfolgsfaktoren
Frühzeitige Kommunikation als Schlüsselfaktor
Ein zentrales Thema des Abends war die Wichtigkeit der frühzeitigen und zuverlässigen
Kommunikation zwischen Landwirten und Jägern. Nur durch rechtzeitige Absprachen
und Informationen zum Mahdtermin lassen sich die notwendigen Maßnahmen zur
Rehkitzrettung sinnvoll planen und koordinieren. Dies betrifft sowohl den Einsatz von
Drohnentechnik als auch andere Formen der Rettung.
Frühzeitige Kommunikation ermöglicht es darüber hinaus, Vergrämungsmaßnahmen
gezielt einzusetzen. Diese Maßnahmen – etwa durch visuelle oder akustische Reize 24
Stunden vor der Mahd – helfen dabei, Rehgeißen das Gebiet unattraktiv zu machen, sodass
sie ihre Kitze aus der Fläche führen oder gar nicht erst dort ablegen. Sie wurden als sinnvolle
Ergänzung zur klassischen Kitzsuche mit Drohne vorgestellt.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die Kombination aus fachlichen Informationen,
praktischen Tipps und der Möglichkeit zum Austausch trug maßgeblich dazu bei, das
Bewusstsein für die Rehkitzrettung zu stärken. Die rege Teilnahme zeigt, dass sowohl Jäger
als auch Landwirte bereit sind, gemeinsam Verantwortung für den Schutz des Wildes zu
übernehmen.