Jahreshauptversammlung 2025

vom 21. März in Dettingen

Erstellt am

75 Mitglieder konnte Kreisjägermeister Michael Stütz und die Bläsergruppe zur jährlichen Versammlung der Kreisjägervereinigung Heidenheim im Schwarzen Beck begrüßen. Traditionell wurde der verstorbenen Mitglieder mit einer Schweigeminute und einem letzten Jagd vorbei und Halali der Bläsergruppe gedacht.
In Ergänzung zu den Berichten im Jägerblättle ließ Michael Stütz die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres in aller Kürze Revue passieren: Die Sanierung des Wurfscheibenstandes, dessen langfristige Nutzung mit dem Abschluss eines neuen Pachtvertrages über 20 Jahre gesichert wurde. Durch die Beitragserhöhung sind im vergangenen Jahr leider fast 100 Mitglieder verlorengegangen.
Er dankte den Aktiven, die sich im Bereich Hundewesen, Schießen, Ausbildung und Jagdhornblasen für die Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben des Vereins mit Herzblut und viel Aufwand eingesetzt haben: Martin Schietinger und Hans Rau (Hundewesen), Chris Eder, Manuel Schad und Wolfgang Schad (Nachsuchewesen), Frank Reichenbach und Klaus Bialas (Schießwesen), Klaus Pfeiffer und Fritz Prinz (Jagdhornblasen). Besonderer Dank galt auch den Hegeringleitern und ihren Teams, die mit einem vielfältigen Angebot das Vereinsleben attraktiv gestaltet haben.
In der Tagesordnung folgten der Bericht der Schatzmeisterin (siehe Jägerblättle), der Bericht der Kassenprüfer und die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erfolgte:
Als nächstes standen einige Änderungen der Satzung an. Künftig hat der Kreisjägermeister nur noch einen Stellvertreter, dafür gibt es 2 Schießobleute, einen für Kugel und einen für Schrot. Der Vorstand wurde außerdem um einen Obmann Junge Jäger erweitert und die Hegeringe unteres und mittleres Brenztal haben sich zum Hegering Brenztal zusammengeschlossen. Alle Satzungsänderungen wurden mit großer Mehrheit mit wenigen oder keinen Gegenstimmen und Enthaltungen beschlossen.
Wolfgang Straub wurde einstimmig in seinem Amt als stellvertretender Kreisjägermeister bestätigt. 
Außerdem schieden einige Amtsinhaber aus, so dass die Ämter für den Rest der Wahlperiode neu besetzt werden mussten.
Schatzmeisterin Silke Prinz scheidet aus, Wolfgang Hieber übernimmt für ein Jahr. Schießobmann Frank Reichenbach scheidet aus, Dieter Schneider wird neuer Obmann Kugelschießen. Das neugeschaffene Amt Schießobmann Schrot übernimmt für ein Jahr kommissarisch Michael Stütz. Das neugeschaffene Amt Obmann Junge Jäger übernimmt Markus Montag. Presseobmann Werner Mayer scheidet aus, Carolin Kraft folgt ihm nach. Die bisherigen Kassenprüfer Franz Arbogast, Manfred von Scheliha und Dieter Schneider scheiden aus, Monika Bialas und Andrea Ott übernehmen. Alle Neubesetzungen wurden einstimmig mit keiner oder einer Enthaltung vorgenommen.
Fritz Prinz gibt die Führung der Geschäftsstelle auf.  Anja Feldwieser-Stütz erklärte sich bereit, für ein Jahr zu übernehmen. Auch hier votierte die Versammlung einstimmig.
Wichtigster Tagesordnungspunkt war, wie es mit dem Schrotschießstand weitergehen soll. Die deutliche Unterschreitung der Sanierungskosten geben finanziellen Spielraum, Modernisierungen anzugehen, die wegen der Unwägbarkeiten der Sanierung zurückgestellt worden sind. Die einzelnen Maßnahmen sind:
Die Abdeckung des Walls mit Spezialfolie und Anlage eines Grabens zur leichten Entsorgung von Schroten, Schrotbechern und Wurfscheibenresten. Damit wird erreicht, dass in der Neugenehmigung keine Verpflichtung zu Bodenproben und Bodensanierungen mehr enthalten ist. Der Wirtschaftsweg hinter dem Wall liegt teilweise innerhalb des gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsbereichs und muss während des Schießbetriebs durch Schranken gesperrt werden. Die erforderliche Genehmigung zur Einschränkung des allgemeinen Betretungsrechtes liegt bereits vor. Die meisten Wurfmaschinen, allen voran der Rollhase sind mittlerweile sehr in die Jahre gekommen und fallen häufig aus. Zur Erhaltung der Attraktivität des Schießstandes und zur Vermeidung unkalkulierbarer Reparaturkosten, müssen einige Maschinen ausgetauscht werden. Um Wurfscheiben günstiger in großen Mengen einkaufen zu können, soll ein Container beschafft werden. Künftig darf nur noch bleifreie Munition verwendet werden. Um die Einhaltung des Bleiverbotes überwachen zu können darf, wie auf vielen anderen Schießständen auch, künftig nur noch auf dem Schießstand erworbene Munition verwendet werden. Um kostengünstig große Mengen Munition einkaufen zu können wurden mit dem Landratsamt und dem Landeskriminalamt Maßnahmen zur sicheren Aufbewahrung festgelegt.
Die Kosten für alle diese Maßnahmen belaufen sich auf 70.500 €. Anders als die Bodensanierung sind sie förderungsfähig. Zusage für eine Förderung in Höhe von 30 % durch das Regierungspräsidium liegt vor, eine höhere Forderung liegt im Bereich des Möglichen. Zusammen mit den Einsparungen aus der Bodensanierung (fast 50.000 €) und der Spende von Bernd Kanetzki sind die Kosten zu bewältigen. Mit durchschnittlich fast 14.000 € pro Jahr ist der Wurfscheibenstand neben den Mitgliedsbeiträgen die wichtigste Einnahmequelle der KJV. Ein weiterer wichtiger Grund, den Schießstand zu erhalten und in der Attraktivität zu steigern. Nach umfangreicher Diskussion wurde der Vorstand mit überwältigender Mehrheit, bei einer Gegenstimme und 4 Enthaltungen, mit der Durchführung der Maßnahmen beauftragt.
Zur angeblich alternativlosen Erhöhung der Beiträge für den Landesjagdverband wurde der KJM beauftragt, allenfalls einer moderaten Erhöhung und keinesfalls einem Vorratsbeschluss für künftige Beitragserhöhungen zuzustimmen.
Zum Schluss bedankte sich Michael Stütz bei den aus dem Vorstand ausscheidenden Mitgliedern und überreichte Präsente.