Ein Empfehlung der Nachsuchenführer der KJV Heidenheim

im Bezug auf Nachsuchen

Erstellt am 12.05.2015

Die Jagd mit bleifreier Munitiuon macht unseren Nachsuchenführern schwer zu schaffen. Seit bleifrei zur Pflicht geworden ist, sind ihre Einsätze deutlich gestiegen. Oft ist dann leider am Anschuß nicht das Geringste zu finden, kein Schweiß, kein Schnitthaar – einfach nichts. Das beschossene Stück ist abgesprungen. "Gerade dann aber ist eine Kontrollsuche angeraten," sagen die Nachsuchenführer. Viele Tiere werden dabei noch gefunden, verendet, zum Teil aber auch noch lebend.

 

Um unsere Nachsuchengespanne bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat Kai Bubeck noch einmal Punkte aufgeführt, die helfen sollen, eventuelle Fehler am Anschuß zu vermeiden.

 

Denn: Das Verhalten des Schützen am Anschuß kann entscheidend sein für den Erfolg oder Misserfolgeiner Nachsuche.

 

Das Verhalten nach dem Schuß und am Anschuß

 

1. Keine Haupt- oder Trägerschüsse! Der einzig waidgerechte Schuß ist aufs Blatt!

 

2. Die Waffe nach dem Schuß erneut laden. Schussbereit sein, falls das beschossene Stück noch einmal  hoch wird.

 

3. Wenn das Wild im Feuer liegt, ca.15 Minuten warten. Erst dann mit dem Bergen beginnen, damit anderes Wild nicht den Schuß mit dem Jäger in Verbindung bringt.

 

4. Wenn das Stück nicht liegt, vor allem Ruhe bewahren. Mindestens 20 bis 30 Minuten warten und das Geschehen noch einmal überdenken.

Den Anschuß genau merken! Wie hat das Stück gezeichnet? Wie ist die Fluchtrichtung? Wie viel Wild war bei der Schussabgabe in unmittelbarer Nähe? Hat man gehört, wie das abspringende Stück Bäume oder Sträucher anflieht, klagt oder hörbar zusammenbricht?

 

5. Nach der Wartezeit den Anschuß, vor allem im Bestand, leise angepirschen.

Am Anschuß auf keinen Fall telefonieren! Das kranke Stück könnte nochin Hörweite sein!

Leise wieder zurück und erst dann telefonieren!

 

6. Den Anschuss deutlich sichtbar verbrechen, am besten farblich markieren.

 

7. Bei Nacht eventuelle Knochensplitter, Wildbretfetzen oder Ähnliches vorsichtig einsammeln und dem Nachsuchenführer geben.

 

8. Den Anschuß nicht vertreten! 

 

9. Kann der Anschuß nicht problemlos gefunden werden, sofort abbrechen und ein Nachsuchengespann verständigen.

 

10. Nur bei eindeutigem Lungenschweiß selber die Wundfährte angehen.

 

Noch einmal die Fehler, die auf keinen Fall gemacht werden sollten:


   - zu früh zum Anschuss gehen! 

   - zu früh nachsuchen!

   - durch Dickungen gehen!

   - mit nicht brauchbarem Hund nachsuchen!

   - Hund sofort zur Freiverlorensuche schnallen!

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