Anschussseminar an der Baurenhäuleshütte

am Montag, 28.September 2015

Erstellt am 29.09.2015

Von der Praxis für die Praxis lautet Überschrift für den Jägerabend am Montag, 28.September 2015.

Vier Fachleute, die Nachsuchenführer der KJV Heidenheim, Wolfgang Schlierer, Kai Bubeck, Steffen Todt und Wolfgang Schad hatten zu einem bis ins kleinste vorbereitetem Anschußseminar im Revier von Försterin Karin Bauer an die Baurenhäuleshütte eingeladen.

Nicht erst seit dem Einführen der Bleifreien Munition kann es passieren, dass Wild selbst bei tödlichen Treffern noch geht.

Die Pirschzeichen am Anschuss können aussagen , wo der Schuss den Wildkörper getroffen hat. Wenn man sie denn findet. Dass das nicht immer einfach ist, zeigte der Beschuss von zwei Stück Fallwild auf ca.30 Meter. Gleiches Kaliber, einmal verbleit einmal bleifrei. Die dahinter aufgehängten Bettlaken brachten die entstandenen Pirschzeichen zutage. Bei der Bleimunition war Schweiss verteilt zu finden, auch Geschosssplitter hingen im Gewebe. Eine Gefährdung nahe dabei stehender Stücke wäre der Fall gewesen. Bei der bleifreien Munition hatte der Geschosskern sich wohl nicht zerlegt und ein kalibergroßes Loch im Leintuch hinterlassen. Schweiss war fast garnicht zu sehen. Eine Nachsuche hätte sich schwierig gestaltet.

 

Alle Feinheiten, auf die bei einer Kontrolle des Anschusses geachtet werden muss, wurde anhand von vier mit Trassierband abgegrenzten Stationen auf der Wiese bei der Hütte von den vier Nachsuchenspezialisten erklärt.

 

Schnitthaar, Knochen, Schweiss, Lunge, Leberstückchen, Panseninhalt - oder doch etwas anderes??

 

"Nehmen sie die Fundstückchen in die Hand, riechen sie daran" ermuntete Wolfgang Schad die Zuhörer.

Sie geben Aufschluss darüber, wo das Wild getroffen wurde. Welche Farbe hat der Schweiss, ist er hell oder dunkel.

 

"Wenn sie Knochensplitter, vor allem von Röhrenknochen, innen rauh und außen glatt, finden, dann verlassen sie den Anschuss leise und rufen einen Nachsuchenführer an."riet Kai Bubeck an seiner Station

Die Knochensplitter sollte man, vor allem am Abend, aufsammeln und zeigen, weil sie sonst im Fuchsmagen landen könnten.

 

"Am Anschuss vorsichtig sein, nicht soviel rumtrappen und mit den Schuhen Verleitfährten legen. Und den Anschuss eindeutig und gut sichtbar verbrechen!!" war eins der Anliegen von Wolfgang Schlierer. Nach dem Schuss sollte man viel länger warten als die früher einmal übliche "Zigarettenlänge". Auch mal eine Stunde.

 

Dass selbst die kleinsten Hinweise am Anschuss wichtig sind, erklärt sich von selbst. "Denn wenn der Ausschuss nur so groß ist wie der Einschuss und man dadurch nichts findet, kann die Nachsuche zu einem Problem werden!" so Steffen Todt.

 

Der Rat unserer Nachsuchenführer, von denen jeder schon eine stattliche Anzahl von Nachsuchen hinter sich hat,  ist eindeutig:  wenn die Pirschzeichen am Anschuss nicht ganz klar sind, immer ein Nachsuchengespann rufen.

 

Die Jäger der KJV Heidenheim sind in der glücklichen Lage, dass rund um die Uhr, auch an Sonn-und Feiertagen vier erprobte Gespanne zur Verfügung stehen.

 

Namen und Telefonnummern sollte jeder Jäger dabei haben.

 

Kai Bubeck

Tel.o7328-922230

mobil: 0160 5781875

 

Wolfgang Schad

Tel.:07328/6986

mobil: 0179-1057099

 

Wolfgang Schlierer

Tel.: 07321-42753

mobil: 0171 893 2487

 

Steffen Todt

Tel.: 07329-919266

mobil: 0176 248 44329

 

 

 

 

 

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