Bericht über Hegeringversammlung Alb

von Uli Bischoff

Erstellt am 21.10.2019

Feldhasen genießen inzwischen Seltenheitswert. Das Rebhuhn gilt auf der Alb als längst ausgestorben und auch die Lerche trällert ihr Lied nicht mehr so häufig in den Morgenhimmel hinein. Einer der Verursacher dieses Sterbens ist für Kreisjägermeister Michael Stütz (Königsbronn) der Fuchs. Meister Reinecke war dann auch eines der Themen, das unlängst die Alb-Jäger bei ihrer Hegeversammlung im „Ochsen“ bewegte.

 

Hierzu eingeladen hatte Hegeringleiter Wolfgang Straub (Steinheim). Zur Beute des Fuchses zählt fast alles was bodennah kreucht und fleucht, die Nestlinge des Feldhasen ebenso wie die Gelege bodenbrütender Vogelarten. Erst ab 1. August eines jeden Jahres aber muss der Fuchs nach neuerer Gesetzgebung die Schrote des Jägers fürchten. Gelänge es die Jagd auf Jungfüchse schon immer Sommer freizugeben, würden die Bodenbrüter jubeln, glaubt Michael Stütz .Er sieht den Weg zu einer wirksamen Reduzierung der Fuchsbestände über die Bildung flächendeckender Hegegemeinschaften, innerhalb dieser der Gesetzgeber die Jagd auch auf die beutehungrigen Youngsters unter den Rotröcken freigeben würde. Stütz will dafür werben und weiß inzwischen auch die Forstbehörde auf seiner Seite. Auch die rund 40 Jäger des Hegeringes äußerten keine Bedenken, zumal Reinecke längst schon Komposthaufen und ausgelegtes Katzenfutter in Städten und Dörfern erobert hat und die Klagen über die nächtlichen Besucher manchen Jäger nerven. Diese Problematik hatte zuvor schon Stefan Endler, der Leiter des Kreisjagdamtes, mit dem Thema „Schusswaffengebrauch in befriedeten Bezirken“ angesprochen. Dort, so Endler, müssten mit Rücksicht auf die Bewohner die Jagdwaffen schweigen, wenngleich die Fuchsräude im Landkreis um sich greife und manches erkrankte Tier menschliche Behausungen aufsuchen lasse. So ging es offenbar einem Waschbären, der sich von Neugierde getrieben, über die Katzenklappe Zugang zu einer Königsbronner Wohnung verschafft hatte. Offenbar konnte das possierliche Tier verscheucht werden.

 

Argumente gegen die Besteuerung von Jagdhunden und die bislang in Deutschland noch nicht bedrohlich gewordene Afrikanische Schweinepest waren weitere Themen.

Die Kreisjägervereinigung musste in jüngerer Zeit etliche Austritte verkraften. Als Neunmitglieder konnte Wolfgang Straub die Jungjägerin Anke Ballasch (Heuchlingen) und Tierarzt Dr. Ulrich Kraft (Steinheim) begrüßen. Ulrich Bischoff.

Erstellt am 21.10.2019
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