Zum Tode von Ehrenkreisjägermeister Jürgen Bohnert

der am 13. Juli 2022 verstarb

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Am 13. Juli verstarb Ehrenkreisjägermeister Jürgen Bohnert im Alter von 77 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im Kreise seiner Angehörigen. Er trat 1987 in die Kreisjägervereinigung Heidenheim ein und engagierte sich dort schon bald in unterschiedlichen Bereichen, wurde im Jahr 2002 schließlich zum Kreisjägermeister gewählt. In dieser Funktion lenkte er über 17 Jahre mit großem Engagement die Geschicke der Kreisjägervereinigung Heidenheim, bis er im März 2019 die Führung in jüngere Hände übergab.
In seine Amtszeit fiel die Ertüchtigung der beiden Schießstände. Zunächst der Ausbau der Schrotanlage in Oggenhausen und später die Renovierung und Modernisierung der Schießanlage im Katzental, die seither zu den modernsten im Land gehört. Auch beim Erwerb des ehemaligen Homöopathenhäusles, das heute als „Jägerhäusle“ einen beliebten Treffpunkt für Jäger und Hundeführer bildet und den Jagdhornbläsern als Probenraum dient, war er die treibende Kraft.
Zahlreiche Veranstaltungen sind seiner Initiative zu verdanken und trugen seine Handschrift. So holte er den Landesjägertag und das Landesbläsertreffen nach Heidenheim. Auch bei Veranstaltungen Dritter, bei denen die Beteiligung der Jäger gefragt war, schaffte er es stets, genügend Mitstreiter zu gewinnen und zu Bestleistungen zu motivieren. Unvergessen die Beteiligung der KJV bei der Landesgartenschau und beim Jahr des Waldes oder zahlreichen anderen Veranstaltungen von ForstBW oder der Kreisgemeinden.
Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand war er zudem aktives Mitglied der Bläsergruppe, deren Gedeihen ihm ein besonderes Anliegen war. Als Vorsitzender der Prüfungskommission leitete er zahllose Jägerprüfungen und half durch Schaffung einer angenehmen Prüfungsatmosphäre vielen hundert Kandidaten, die letzte Hürde zum Jagschein zu überwinden. Erstaunlich, dass er bei all diesen Herausforderungen noch Zeit für seine Tätigkeit als Stadtrat und für seine Familie fand.
Seine Führungsqualitäten zeigten sich nach außen, bei der Vertretung der Interessen der Heidenheimer Jäger gegenüber Behörden und Verbänden, nach innen als ausgleichende Kraft bei manchmal auch heftig aufeinanderprallenden Ansichten.
Für seine zahlreichen Verdienste wurde er am Ende seiner Amtszeit mit der „Sonderstufe Gold“ der Verdienstnadel des Landesjagdverbandes ausgezeichnet, außerdem mit der Ehrennadel in Gold des Württembergischen Schützenbundes. Die Kreisjägervereinigung Heidenheim ernannte ihn zum Ehrenkreisjägermeister.