Verpackungsgesetz und Abgabe von Wildbret: Die meisten Jäger sind nicht betroffen!

Das ist die gute Nachricht - ein Brief von Dr. Erhard Jauch

Erstellt am 11.12.2018

Anfang November sorgte eine Meldung in der Jägerschaft für große Verunsicherung: Das neue Verpackungsgesetz, das am 1.Januar 2019 in Kraft tritt, solle auch für Jäger gelten, die Wild z.B. portioniert und in Folie verpackt abgeben. Das hätte eine Registrierungspflicht beim Dualen System und natürlich auch zusätzliche Kosten, also eine Erschwerung der Vermarktung, bedeutet. Jetzt gibt es weitgehend Entwarnung: Ein vom DJV in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt nun, dass nur Jäger vom neuen Verpackungsgesetz betroffen sind, die gewerbsmäßig mit Wildbret handeln.

Eine Betroffenheit ergibt sich damit vor allem für land- oder forstwirtschaftliche Betriebe, bei denen die Jagd ein Teil eines gewerblichen Betriebes ist, sie fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Verpackungsgesetzes und müssen sich registrieren lassen (es gibt aber auch Ausnahmen – siehe Frage-und Antwort-Papier in der Anlage!).

 

Auch wenn Jägerinnen und Jäger bei der Wildbretvermarktung nicht vom Verpackungsgesetz betroffen sind: Bei der Abgabe von portioniertem Wild ist eine Registrierung als Lebensmittelunternehmer gemäß Lebensmittelhygienerecht bei der Veterinärbehörde erforderlich!

 

In der Anlage finden Sie ein Frage-und Antwortpapier des DJV, mit dem Sie anhand von Fallbeispielen für die Vermarktung detaillierte Auskunft über eine mögliche Betroffenheit erhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

 

Dr. Erhard Jauch
 

Hauptgeschäftsführer

Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V.

Tel. 0711/26 84 36 -14, Fax – 29
 

Erstellt am 11.12.2018
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