Hubertusmesse im Braustadel des Gasthofs Zum Kreuz

in Steinheim
vom Sonntag, 12. September 2021

Erstellt am 13.09.2021

Ulrich Bischoff berichtet

Ihr „Hochamt“, die Messe zu Ehren des Heiligen Hubertus, hat die Kreisjägervereinigung heuer nicht in einer Kirche gefeiert. Die Wahl fiel auf den alten Braugarten im Steinheimer im Gasthof zum Kreuz. Läuter und Sudpfanne waren einer dekorativen Waldkulisse gewichen, als die 20 Parforcehorn-Bläser der Kreisjägervereinigung die Hörner zum „Introitus“ hoben und das Publikum andächtig wurde. Seit 65 Jahren pflegen die Jäger im Kreis die Kultur des Jagdhornblasens und haben in Axel Schuh einen musikalischen Leiter gefunden, der aus der Gruppe ein Ensemble geformt hat, das der Messe am Sonntag den ihr gebührenden Glanz verlieh. Pfarrer Gilbert Greiner von der evangelischen Kirchengemeinde gemahnte in seiner Predigt an die Verantwortung der Jäger, die vor der Abgabe eines Schusses, „lieber zweimal überlegen sollten“. Die Jäger sah der Geistliche auch in einer Beschützerrolle und will die göttliche Schöpfung mit Ehrfurcht betrachtet wissen. Pandemiebedingt haben die Jäger im letzten Jahr auf eine Hubertusmesse verzichten müssen. Umso mehr freute sich Kreisjägermeister Michael Stütz über das Treffen der Frauen und Männer, das für sie allemal auch ein gesellschaftliches Ereignis ist. Hegeringleiter Wolfgang Straub und sein Team hatten für das grüne Ambiente gesorgt und drei Hundeführer waren mit ihren sauber frisierten Jagdkameraden gekommen.

Mit dem Zeitgeist hart ins Gericht gegangen

In Anlehnung an die Erkenntnisse des St. Hubertus, ging Stütz mit dem neuen Zeitgeist hart ins Gericht. Dieser propagiere unter dem Deckmantel des Waldnotstandes beim Rehwildabschuss den radikalen Slogan „Zahl vor Wahl“. Damit will sich der Königsbronner Bürgermeister nicht abfinden. Die Begriffe von Waidgerechtigkeit und Hege gelte es in heutiger Zeit neu zu bewerten und „massiv zu verteidigen“. Dies galt auch für den jagdlichen Nachwuchs im Kreisgebiet. 17 junge Frauen und Männer haben 2021 die tückenreiche Jägerprüfung bestanden und konnten die Jägerbriefe in Empfang nehmen. Anspruchsvoller als das Abitur und schwieriger auch als eine Gesellenprüfung, sei der Erwerb dieses Zertifikates, so lauteten die unterschwelligen Flüster-Kommentare der Prüflinge. Zum Erfolg hat sie Lehrgangsleiter Michael Öxler mit seinem Team geführt.

29 Jungjäger beglückwünscht

Vortreten und sich der Fotografin stellen durften sich: Asuam Büyükdere, Felix Richter, Christian Betz, Vitaliy Shklover und Tobias Hirsch (alle Heidenheim).Ferner Timo Bader, (Stetten), Peter Schnalzger, Nico Vogt und Stephan Rother (alle Giengen) ,Julius Rathgeb, Markus Frank und Heike Weyda (alle Aalen). Michael Strohsacker (Treffelhausen) und Martin Baur (Zöschingen). Ferner Martin Brand, Peter und Valentin Klawon (alle Königsbronn). Auf die entsprechenden Feierlichkeiten mussten 2020 pandemiebedingt 12 junge Jägerinnen und Jäger verzichten. Am Sonntag wurden sie „im Nachtrag“ zu Jägern „geschlagen“. Linda und Petra Carius, Ralph Jentschke, Philipp Karremann, Nicole Liebenow, Lars Osthold (alle Heidenheim).Jürgen Matzik (Aalen).Lara Gallner, Johannes und Paul Schneider, (alle Gerstetten) und Christina Teger (Heldenfingen).

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