Hubertusmesse 2019 in Sontheim Brenz

in der Georgskirche am Sonntag, 27. Oktober

Erstellt am 28.10.2019

Ulrich Bischoff berichtet:

Weimaraner und Wachtelhündin verzogen keine Miene, als am Sonntag im Chor der Georgskirche die Jagdhornbläser der Kreisjägervereinigung ihre Parforcehörner hoben und mit einem festlichen Marsch die Hubertusmesse 2019 einleiteten. Jagdhunde und auch Jagdfalken waren schon in alter Zeit bei Gottesdiensten dabei, wenn die Jäger zur Jagd aufbrachen und sich den kirchlichen Segen erbaten. Pfarrer Steffen Palmer verwehrte den vierbeinigen Jagdkameraden am Sonntag den Zutritt nicht. Allein der Jagdfalke sei durch anderweitige Verpflichtungen entschuldigt.

 

Aber nicht nur die drei Vierbeiner, auch eine ungewöhnlich große Zahl an Kirchenbesuchern ließen sich die sonoren Klänge aus den großwindigen Hörnern nicht entgegen, zumal Corina Koller vom Hegering Unteres Brenztal mit goldfarbenem Herbstlaub und jungen Bäumen den Wald in die Kirche geholt hatte. Den ersten schriftlich bestätigten Jäger fand Pfarrer Steffen Palmer in der Bibel. Als Nimrod sei er bei Mose 10 benannt und ein gewaltiger Jäger sei er gewesen. Vor Macht und Gewalt aber warnte der Geistliche. Die gesetzlich verankerte Hege leite sich von dem Begriff des Umhegt-Seins ab und kennzeichne ein beschütztes Terrain. Das setze dem jagdlichen Handeln klare Grenzen. Statt dem Amen entbot Palmer, um lustige Einsprengsel nicht verlegen, der Gemeinde ein „Waidmannsheil“.

 

Kreisjägermeister Michael Stütz hatte zuvor schon vor maßlosem Handeln gewarnt. Dies mache Leib und Seele krank, betonte er in seinem Grußwort und wollte als Anwalt der Jagd „auch mal anecken“.

Indessen feuchteten die Bläser die Lippen und Axel Schuh hob die Hand zum Einsatz. Mit Disziplin und großer Geschlossenheit ließen die Bläser das einleitende „Kyrie“ und „Gloria“ in den Raum fließen und wurden auch in den fortfolgenden Teilen der Würde und der Majestät dieser alten Tonschöpfungen gerecht. Fritz Prinz besorgte die Bibellese und H.Schneider begleitete den Gesang der Gemeinde an der Orgel.

Erstellt am 28.10.2019
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