Hubertusmesse 2018 in der Klosterkirche in Königsbronn

vom Sonntag, 28. Oktober

Erstellt am 30.10.2018

Presseobmann Ulrich Bischoff berichtet:

 

Mit feierlicher Innigkeit

 

Hubertusmesse in der Königsbronner Klosterkirche

 

250 Besucher hatte Heike Höpfler, die Mesnerin der Königsbronner Klosterkirche gezählt, als die Jagdhornbläser der Kreisjägervereinigung im Chor der Kirche ihre Instrumente feuchteten und nach ihrem feierlichen Einzug zur Hubertusmesse die goldglänzenden Hörner hoben. Zuvor hatten die Jäger die Kirche mit Bäumen und Herbstlaub geschmückt und vor dem Altar, als Zeichen ihrer Zunft, das präparierte Geweih eines Hirsches aufgebaut. Die Tradition, vor Beginn einer Jagd eine Messe zu feiern und um Bewahrung zu bitten, kommt ursprünglich aus dem mittelalterlichen Frankreich und Belgien. Seit 1987 pflege man im Landkreis diese Tradition, versicherte Kreisjägermeister Jürgen Bohnert, ehe die 15 sonor klingenden Parforcehörer mit „Votum“ und „Amen“ den Gottesdienst einleiteten.

Pfarrerin Berenike Brehm ist nach eigenem Bekenntnis zwar Veganerin, tat Jagd und Beute deshalb aber kein Leid an. Im Gegenteil, die Lebensräume, die Gott den Jägerinnen und Jägern geschenkt habe, gelte es mit Freude, aber auch mit Demut und Respekt zu verwalten. Im Zentrum ihrer Predigt aber stand Christus , als dem Erstgeborenen aller Schöpfung. Fritz Prinz hatte zuvor Verse aus der biblischen Schöpfungsgeschichte verlesen.

Mit sonorer Klangfülle ließen die Bläser „Sanktus“ und „Kyrie“ erklingen und folgten willig dem Dirigat ihres Mentors Axel Schuh. Dem lupenrein geblasenen „Gloria“ verliehen sie Glanz und Würde. Einen furiosen Höhepunkt ihres Könnens aber setzten sie mit dem Satz „Le clocher Dans Le Soir“. Angelika Freitag ergänzte die Messestrophen mit ihrem Orgelspiel.

 

Mit bewundernswerter Geduld lauschten zwei Jagdhunde und ein Falke den Klängen. Mit Zustimmung der Kirchengemeinde durften sie als treue Jagdkameraden zusammen mit ihren Jägern der Messe beiwohnen.

Erstellt am 30.10.2018
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