Letzte Hürde Schießprüfung genommen

Der aktuelle Kurs zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung hat sein erfolgreiches Ende gefunden.

Erstellt am 24.05.2021

stellv.KJM Fritz Prinz berichtet:

 

Nicht nur mit der Zahnformel vom Dachs, den Eiern des grünfüßigen Teichhuhns und mit der Bedienung des Standarddrilling mussten sich die Teilnehmer im Ausbildungskurs 2020/2021 herumschlagen, sondern außerdem mit den Schwierigkeiten, die die Corona-Pandemie mit sich brachte. Der Unterricht konnte teilweise nur Online durchgeführt werden. Die Fächer, bei denen es ohne persönliche Anwesenheit nicht funktioniert, konnten erst gar nicht und dann nur als Einzelunterricht stattfinden. Auf den Ansporn, den das Lernen in der Gruppe bietet, musste man weitgehend verzichten, sich dafür aber insgesamt 3 mal auf die Prüfung vorbereiten, bis sie endlich stattfinden konnte. Dass die immer neuen Verzögerungen in einigen Fällen auch dazu führte, dass der Kurs mit dem Berufsleben nicht mehr in Einklang zu bringen war und abgebrochen werden musste, ist eine der bedauerlichsten Auswirkungen. In 3 Fällen muss die mündlich/praktische und in 2 Fällen die Schießprüfung wiederholte werden. Auch das, mindestens zum Teil, eine Folge der schwierigen Rahmenbedingungen.

 

Umso größer die Freude bei denjenigen, die am Samstag, nach der Teilprüfung „Waffenhandhabung und Schießen“,  trotz aller Widrigkeiten, ihre Prüfungszeugnisse aus den Händen von Kreisjägermeister Michael Stütz, der auch die Prüfungskommission leitete, in Empfang nehmen durften. Stütz gratulierte zum großen Erfolg unter schwierigen Bedingungen, fand aber auch mahnende Worte: Das Lernen würde jetzt erst richtig beginnen, ein kluger Weg sei es, sich einen erfahrenen Jäger zu suchen, unter dessen Fittiche man sich begeben könne. Stets sei auch zu bedenken, dass man auf Säugetiere mit einem hochentwickelten Nervensystem und nicht auf Waldschädlinge jage und dass es gelte, die rechte Balance zu finden zwischen übertriebener Hege einerseits und allzu rücksichtsloser Schädlingsbekämpfung andererseits. Natürlich vergaß er auch nicht zu erwähnen, dass man heutzutage, wo Jagd und Jägern ein eisiger Wind ins Gesicht bläst, Zusammenhalt zeigen müsse. Idealerweise durch eine Mitgliedschaft bei der Kreisjägervereinigung Heidenheim, die durch  zahlreiche Fachbereiche reichlich Möglichkeiten böte, sich über eine Mitgliedschaft hinaus, auch persönlich einzubringen.

 

Der Dank des Kreisjägermeisters galt auch dem Ausbilderteam, dass sich mit (teilweise) völlig unbekannten Herausforderungen wie dem Online-Unterricht auseinandersetzen musste. Das ständig um- und neuzuplanen hatte, weil man sich beinahe wöchentlich mit geänderten Coronaverordnungen konfrontiert sah über deren Interpretation bei den verschiedenen beteiligten Institutionen durchaus Uneinigkeit herrschte. Ganz zu schweigen von den vielen Extrastunden, die es wegen des Einzelunterrichtes zu erbringen hatte. „jetzt erst recht!“ war das Motto, mit dem das Team um Ausbildungsleiter Michael Öxler den Kurs letztendlich zu einem erfolgreichen Ende brachte. Wie zahlreiche abgesagte oder abgebrochene Kurse zeigen, durchaus keine Selbstverständlichkeit.

 

Und schließlich erhielten auch die Mitglieder der Prüfungskommission ihr wohlverdientes Lob. Nicht nur die Jungjägeranwärter aus dem eigenen Kurs, sondern auch etliche aus anderen Jägervereinigungen, die sich zur Durchführung einer Prüfung ganz oder teilweise nicht in der Lage sahen, wurden geprüft. Die Prüfungsabläufe waren so festgelegt, dass alle Kontakte auf das absolut notwendige Minimum reduziert waren. Die Einhaltung der Vorschrift, dass alle Beteiligten (bei jeder Teilprüfung aufs Neue) einen höchstens 24 Stunden alten Coronatest  (oder rechtzeitige  2. Impfung) vorweisen konnte, wurde sorgfältig geprüft und dokumentiert. Dass der Verbrauch an Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhen beträchtlich war, braucht eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden.  

 

  

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